Mein erstes Jahr mit Cerec (9)

CAD/CAM im Alltag – Routine, die Sicherheit bringt und Spaß macht

Inzwischen ist der Umgang mit Cerec tägliche Routine wie das Kaffeekochen: Alles wissen, wie es geht.

Inzwischen ist der Umgang mit Cerec tägliche Routine wie das Kaffeekochen: Alles wissen, wie es geht.

Seit ein paar Monaten arbeite ich in meiner Praxis nun mit Cerec. Inzwischen ist das hier eine tägliche Routine wie das Kaffeekochen: Alles wissen, wie es geht und was im Einzelnen zu tun ist. Cerec ist in unserer Praxis eine Selbstverständlichkeit geworden.

Doch ich gebe zu: Bis zu diesem Punkt hat es ein klein wenig gedauert und erforderte durchaus Beharrlichkeit meinerseits. So habe ich meine Mitarbeiterinnen sehr intensiv und auch einzeln geschult. Das begann beim Umgang mit dem Gerät und seiner Software, führte über die geänderten Abläufe bei der Präparation bis hin zum Umgang mit den verschiedenen Materialien. Doch diese Mühe hat sich aus meiner Sicht gelohnt.

Der Workflow ist bis ins Detail etabliert

Wir haben bei uns jetzt folgenden Workflow etabliert: Eine zahnmedizinische Fachangestellte startet gleich morgens die Cerec-Einheit, so dass die Cerec-Omnicam direkt griffbereit ist. Die Assistenz gibt jeweils die Daten des Patienten, die Art der Arbeit sowie das geplante Material ein. Den ersten Scan führe ich gerne selbst durch, auch wenn das natürlich sehr gut delegierbar ist. Währenddessen kann die Anästhesie beim Patienten ihre Wirkung entfalten. Den finalen Scan nach der Präparation übernehme ich ebenso selbst. Konstruktion und Festlegung der Präparationsgrenze ist dann meine Aufgabe, wobei die Software mich aber sehr gut unterstützt.

An der Schleifeinheit vertraue ich meinem Team: Eine Mitarbeiterin bestückt die Einheit mit dem entsprechenden Blöckchen, sie bereitet auch die geschliffene Restauration durch Abstrahlen und Konditionieren vor. Sie kontrolliert darüber hinaus den Schleifprozess und das Brennen der Keramik. Meine Erfahrung zeigt, dass das Team sehr gerne in diese Prozesse einbezogen wird und umfassend unterstützt. In dieser Zeit kann ich für einen weiteren Patienten da sein oder andere wichtige Aufgaben erledigen.

Selbstverständlich lassen sich weitere Schritte im Workflow delegieren, doch ich als Zahnarzt habe einfach Spaß an dieser Technik und probiere mich auch aus. Inzwischen geht das bei mir sogar recht flott.

Auch wenn ich Cerec gerne ein wenig zelebriere: Die Routinen geben mir Sicherheit und zusätzlich die Möglichkeit, mich weiteren Anwendungsmöglichkeiten zu nähern. Denn eine gewisse Abwechslung tut dem Alltag gut – ich trinke meinen Kaffee ja auch gerne manchmal anders.

Dr. Matthias Engeln, Hamburg

(wird fortgesetzt)

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