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24. September 2018

Kurzmeldungen KW 39/2018

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Start-up: Die EU will digitale Unternehmensgründungen

Künftig könnten Unternehmensgründungen innerhalb der gesamten Europäischen Union (EU) online abgewickelt werden. Den Berichten des Online-Magazins „t3n“ zufolge will die EU die Digitalisierung von EU-weiten Geschäften vorantreiben. Bisher können Unternehmen in zehn der 28 EU-Staaten online gegründet werden. Nur in Estland ist dies auch für Gründer aus anderen Mitgliedsstaaten möglich. Ein Vorschlag der EU-Kommission muss noch vom EU-Rat und dem Europäischen Parlament bestätigt werden. Im Fall einer Zustimmung könnte eine entsprechende Richtlinie innerhalb weniger Monate umgesetzt werden.

Studie: Digitale Verhaltensbeeinflussung hat weitreichende Konsequenzen

Es reicht häufig ein Klick in einer App, um alle persönlichen Daten freizugeben. Will man sie allerdings richtig schützen, braucht es meist viel mehr Aufwand. Das ist ein bekanntes Instrument der digitalen Verhaltensbeeinflussung, die als Nudging bezeichnet wird. In einer aktuellen Studie des Alexander-von-Humboldt-Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) zeigt ein Forscherteam die Konsequenzen der Beeinflussungsmaßnahmen durch App-Designer und Plattformbetreiber. Mit dem Einsatz solcher Instrumente seien erhebliche Gefahren für individuelle sowie gesellschaftliche Werte verbunden. Unter anderem drohe eine verstärkte Diskriminierung bereits benachteiligter Gruppen wie Kinder oder Menschen mit Behinderung. Für mehr Transparenz schlagen die Forscher ein öffentliches Nudge-Register vor. Die Studie, die im Auftrag des Projekts ABIDA (Assessing Big Data) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt wurde, ist online frei verfügbar.

jugendschutz.net: Aktueller Bericht zu Hauptgefahren für Kinder und Jugendliche im Netz

Der aktuelle Jahresbericht von jugendschutz.net zeigt, dass die größten Gefahren für Kinder und Jugendliche im Netz nicht mehr nur verstörende Inhalte sind, sondern auch sexuelle Belästigung und Mobbing. Auch gefährden Apps und Assistenzsysteme, die überall und ständig Äußerungen mithören und persönliche Daten übermitteln, die Privatsphäre junger Nutzer. Zwar konnte in 80 Prozent aller 2017 ermittelten Verstöße gegen den Jugendmedienschutz eine schnelle Löschung erreicht werden, der Bericht macht jedoch deutlich, dass die untersuchten Plattformen bislang zu wenig Vorsorge ergreifen. Den vollständigen Jahresbericht 2017 „Jugendschutz im Netz. Risiken und Handlungsbedarf“ können Sie hier herunterladen.

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