Doctolib

Weniger Telefonate, mehr Zeit für die Behandlung

Das Gründer-Team von Doctolib (von links): Jessy Bernal, Simon Krüger, Ivan Schneider und Stanislaus Niox-Chateau

Das Gründer-Team von Doctolib (von links): Jessy Bernal, Simon Krüger, Ivan Schneider und Stanislaus Niox-Chateau

In Zahnarztpraxen geht es in der Regel schnelllebig zu: Die Termine sind genau getaktet und das Telefon hört nur selten auf zu klingeln. Unentschuldigt fehlende Patienten, Notfälle oder ein krankheitsbedingter Ausfall des behandelnden Arztes können den Praxisablauf durcheinanderbringen.

Abschied vom Papierkalender

Die Lösung liegt in der digitalen Terminplanung. Digitale Services wie Doctolib übernehmen die Terminkoordination zwischen Arzt und Patient in weiten Teilen. Patienten können rund um die Uhr einen freien Termin buchen und Arztpraxen gewinnen dabei wertvolle Zeit. Blättern im Papierkalender wird hinfällig, denn mit einem Klick kann sich das Praxisteam die nächsten freien Zeiträume anzeigen lassen. Bei Buchungen findet der Abgleich zwischen Patientenplattform und dem Kalender der Ärzte in Echtzeit statt, wodurch aufwendige Rückbestätigungen und Doppelbuchungen entfallen.

Durch das effiziente Zeit- und Ressourcenmanagement gewinnt das Team 30 Prozent mehr Zeit, so Doctolib in einer Pressemitteilung. Bei Krankheit oder spontanen Abwesenheiten der Ärzte werde den betroffenen Patienten ohne viel Aufwand ein neuer Termin vorgeschlagen, sodass drei von vier ausgefallenen Terminen zeitnah neu besetzt werden können. Dank hilfreicher Funktionen, wie zum Beispiel der automatischen Terminerinnerung für Patienten, bleibe mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben.

Vorab werden die Teams persönlich vor Ort geschult und der Service an die individuellen Bedürfnisse der Praxen angepasst. So kann den Patienten bei der Buchung beispielsweise die Wahl über den favorisierten Behandler oder zwischen verschiedenen Besuchsgründen (wie Vorsorgeuntersuchung oder Professionelle Zahnreinigung) gelassen werden.

Zwischen Vision und Wachstum

Die Gründer des französischen Unternehmens – Ivan Schneider, Jessy Bernal und Stanislas Niox-Chateau – haben sich bei der Markteinführung ihrer Software-as-a-service-Lösung 2013 das Ziel gesetzt, den Alltag von Ärzten und Patienten zu vereinfachen. Bereits drei Jahre später machte Doctolib einen Schritt nach Deutschland. Inzwischen sind bei Doctolib in beiden Ländern 380 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Angaben des Unternehmens arbeiten in Deutschland und Frankreich rund 30.000 Ärzte und 800 private und öffentliche Gesundheitseinrichtungen mit der Software.

Doctolib treffe den Nerv einer Zeit, die Digitalisierung großschreibt: Mit rund zwölf Millionen monatlichen Besuchern auf seinen Portalen in Deutschland und Frankreich zähle Doctolib zu den meist genutzten eHealth-Services in Europa, so das Unternehmen. Erst vor Kurzem erhielt Doctolib ein weiteres Investment in Höhe von mehr als 35 Millionen Euro und möchte mit dem neuen Kapital seine Expansion in Deutschland weiter vorantreiben.

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