Fernbehandlung

Straumann investiert in Telemonitoring und KI Pionierunternehmen

Werbevideo von Dental Monitoring

Werbevideo von Dental Monitoring

Eine Investition in die Zukunft: Das schweizerische Unternehmen Straumann gehört zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich Zahnersatz und kieferorthopädische Lösungen. Nun hat es die globalen Vertriebsrechte an dem Telemonitoring-System des französischen Unternehmens Dental Monitoring erworben sowie eine Minderheitsbeteiligung, teilte Straumann schriftlich mit. Über die Höhe der Investition wurden keine Angaben gemacht.

Telemonitoring mit KI-Auswertung

Dental Monitoring hat ein System entwickelt, das Zahnärzten die Möglichkeit gibt, mit Hilfe einer App kieferorthopädische und dentale Verlaufsprozesse zu kontrollieren zu können, ohne dass der Patient in die Praxis kommen muss. Bei Erfolg der Technologie könnte sich der Praxis- und Behandlungsalltag deutlich verändern. Der Patient nutzt dazu ein App und fotografiert damit seine Zähne. Die Daten werden dann im System von Dental-Monitoring durch den Einsatz künstlicher Intelligenz analysiert. Veränderungen des Zahnstandes werden dann an den behandelnden Kieferorthopäden oder Zahnarzt weitergegeben, der dann über den Behandlungsprozess entsprechend anpassen kann. In einem Werbevideo wird das Telemonitoring-System und die dazugehörige App am Beispiel einer Aligner-Fernbehandlung demonstriert. Die App erinnert die Patienten selbständig per Push-Nachricht, wenn er einen neuen Scan der Zähne per Smartphone übermitteln soll. Der Scan der Zähne erfolgt durch eine verstellbare Plastikschablone hindurch. Der Patient kann sich dabei an jeden beliebigen Ort aufhalten. Im Video kann der Arzt über die KI-analysierten Daten den Verlauf kontrollieren und über die App mit dem Patienten kommunizieren. Auf diese Art sollen Behandlungsprozesse schneller ablaufen können und machten Kontrollvisiten überflüssig.

Next-Level-Fernbehandlung?

In der Unternehmensmitteilung heißt es, „Straumann wird die Technologie von DM in seine kieferorthopädischen und digitalen Lösungen integrieren. Die beiden Unternehmen werden gemeinsam weitere Anwendung für künstliche Intelligenz im Dentalbereich entwickeln.“

Ist das der Durchbruch einer disruptiven Entwicklung in der Zahnmedizin? Die Straumann-Gruppe kündigt weiter an: „Das System wurde weiterentwickelt, um auch die Mundhygiene zu kontrollieren und Karies, Frakturen, Restaurationsdefekte, Zahnfleischschwund, Entzündungen, Infektionen sowie andere Erkrankungen zu erkennen.“ Künstliche Intelligenz, neue Scanner-Technologie und 3-D-Druck sind die Innovationstreiber in der Zahnmedizin. In allen Bereichen zeigt sich die Straumann-Gruppe gut aufgestellt.