Höhere Vergütung zum 1. Juli: Zahnmedizinische Fachangestellte in Hessen, Hamburg, Westfalen-Lippe und dem Saarland.
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Hessen: Mehr Gehalt für Zahnmedizinische Fachangestellte

Bei den Tarifverhandlungen in Münster am 28. Juni 2017 haben sich die Vertragspartner auf eine stufenweise Anhebung des Einkommens der Zahnmedizinischen Fachangestellten in Hessen und den drei weiteren Tarifpartner-Ländern Hamburg, Westfalen-Lippe und Saarland geeinigt, so die LZKH.

Zu den Verhandlungen waren die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten/Zahnarzthelferinnen (AAZ) als Vertretung der Arbeitgeber und der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (VmF) als Arbeitnehmervertretung zusammengetroffen.

Zwei Stufen – im Schnitt 2,1 Prozent mehr

Im Ergebnis wurde eine durchschnittliche Steigerung der Tarifgehälter von rund 2,1 Prozent erzielt. Der neue Tarifvertrag, der vom 1. Juli 2017 bis zum 31. Dezember 2019 und somit genau so lang wie der bisherige Vertrag laufen wird, sieht eine zweistufige Anhebung des Gehalts vor. Zunächst erfolgt rückwirkend zum 1. Juli eine Erhöhung um 2,8 Prozent. Zum 1. Oktober 2018 steigt das Gehalt um weitere 2,5 Prozent. Die Erhöhung des Einkommens und der Ausbildungsvergütung soll die Attraktivität des Berufs steigern.


Hier geht es direkt auf die Seite des Verbands medizinischer Fachberufe e.V. mit dem neuen Tarifvergütungsvertrag und dem Manteltarifvertrag.


Höhere Vergütung zum 1. Juli: Zahnmedizinische Fachangestellte in Hessen, Hamburg, Westfalen-Lippe und dem Saarland.

Höhere Vergütung zum 1. Juli: Zahnmedizinische Fachangestellte in Hessen, Hamburg, Westfalen-Lippe und dem Saarland.

Für Auszubildende 2,7 Prozent mehr Gehalt

Neben den Tarifgehältern der ZFA werden rückwirkend zum 1. Juli 2017 auch die monatlichen Ausbildungsvergütungen erhöht. Auszubildende zur/m ZFA erhalten im ersten Jahr ihrer Ausbildung 800 statt wie bisher 750 Euro, im zweiten 840 statt wie bisher 790 Euro und im letzten Ausbildungsjahr 900 statt wie bisher 840 Euro. Diese Anhebung der Vergütung um 2,7 Prozent wird nach Ansicht aller Beteiligten mit einer Steigerung der Attraktivität des Ausbildungsberufs ZFA einhergehen.

Ohne gut ausgebildetes zahnmedizinisches Fachpersonal geht es nicht

Dr. Andreas Friedrich, Vorstandsmitglied der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) und für die Arbeitgeberseite an den Tarifverhandlungen beteiligt, zeigt sich erfreut über das Ergebnis der Verhandlungen: „Ohne gut ausgebildetes zahnmedizinisches Fachpersonal ist der Betrieb einer modernen Zahnarztpraxis mit seinen vielfältigen hohen Anforderungen an die Qualität der Behandlung, die Praxishygiene, die Verwaltung und nicht zuletzt das Qualitätsmanagement unmöglich.“

Ein abwechslungsreicher Job, aber die Bezahlung muss stimmen

Schon jetzt sei der Mangel an Fachkräften und geeigneten Azubis in Hessen nicht allein in den Ballungszentren deutlich zu spüren. Neben den vielen Initiativen, mit denen die LZKH für Ausbildung und Beruf der ZFA werbe, sei auch eine Verbesserung des tariflichen Entgelts ein wichtiges Zeichen. „Unsere ZFA machen einen abwechslungsreichen Job, der sehr viele unterschiedliche Kenntnisse und Fertigkeiten verlangt und mit einem hohen Maß an fachlicher und persönlicher Verantwortung einhergeht. Dies muss sich auch in den Verdienstmöglichkeiten niederschlagen“.

Informationen zur dualen Ausbildung und zum Berufsbild der Zahnmedizinischen Fachangestellten – darunter der aktuelle Kino-Spot – stellt die LZKH auf ihrer Internetseite (www.lzkh.de) bereit.

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