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Marktvergleich

Neue Zahnzusatzversicherung mit starken Leistungen

Für wen sich eine Zahnzusatzversicherung lohnen, hängt ab von den Leistungen. Ein neues und besonders für junge Menschen attraktives Angebot stellt Versicherungsexpertin Gabriele Bengel vor.

Die Janitos Versicherung AG aus Heidelberg, die zum Gothaer Konzern gehört, hat ihr Angebot zum 1. Juli 2017 um eine weitere Zahnzusatzversicherung für gesetzlich Versicherte ergänzt. Der neue Tarif, der als JA dental max bezeichnet wird, beinhaltet folgende Leistungen:

  • 90 Prozent für Zahnersatz einschließlich Implantate und Inlays, wenn die regelmäßige Vorsorge über fünf Jahre nachgewiesen werden kann. Gelingt der Nachweis nicht, werden Kosten bis zu 85 Prozent erstattet.
  • 100 Prozent für Zahnbehandlungen. Dazu gehören hochwertige Füllungen, sonstige konservierenden Leistungen, Wurzel- und Parodontitisbehandlungen. Sofern die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Teil der Kosten übernimmt, zahlt Janitos die erstattungsfähigen Restkosten.
  • 100 Prozent für Prophylaxe, maximal 150 Euro pro Versicherungsjahr. Erstattet wird neben der professionellen Zahnreinigung unter anderem auch Fissurenversiegelung, Fluoridierung, Kariesrisikodiagnostik.
  • 80 Prozent für medizinisch notwendige Kieferorthopädie (Kieferorthopädische Indikationsgruppe, kurz KIG 2) bis Alter 18, max. 4.000 Euro während der Vertragslaufzeit
  • 100 Prozent für Mehrleistungen bei KIG 3, 4 und 5 bis Alter 18, max. 1.000 Euro

Die Anzahl der Implantate ist nicht begrenzt und augmentative Leistungen sind mitversichert. Auch für Funktionsanalyse, Aufbissbehelfe und Schienen sieht der Tarif eine Erstattung vor. Für Material- und Laborkosten ist kein Preis-/Leistungsverzeichnis hinterlegt. Akzeptiert werden angemessene, ortsübliche Preise. Damit gehört JA dental max zu den Top-Zahnzusatzversicherungen des Marktes.

Allgemeine Tarifmerkmale sind marktüblich

Die Wartezeit beträgt in diesem Tarif acht Monate für Zahnersatz und sechs Monate für Zahnbehandlung. Für Prophylaxe gibt es keine Wartezeit. Auch die sogenannte Zahnstaffel ist marktüblich: Die Leistungen für Zahnersatz sind in den ersten 48 Monaten ab Vertragsabschluss begrenzt auf maximal 1.000 Euro in den ersten zwölf Monaten, 2.000 Euro in den ersten 24 Monaten, 3.000 Euro in den ersten 36 Monaten und 4.000 Euro in den ersten 48 Monaten. Für Kieferorthopädie gilt ebenfalls eine Staffel von 500 Euro/1.000 Euro/1.500 Euro und 2.000 Euro in den ersten 48 Monaten.

Kalkulation ohne Alterungsrückstellungen

Janitos hat seine Zahnzusatzversicherungen nach „Art der Schadenversicherung“ – also ohne Alterungsrückstellungen – kalkuliert. Damit sind die Beiträge für junge Menschen besonders attraktiv. Ein 25-Jähriger zahlt monatlich 19,18 Euro, im Jahr also 230,16 Euro. Schöpft er die Erstattung für Prophylaxe aus (150 Euro), bleibt noch ein Beitragsaufwand von 80,16 Euro pro Jahr beziehungsweise 6,68 Euro pro Monat.

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Am Markt gibt es viele Zahnzusatzversicherungen, sie unterscheiden sich im Preis und in den Leistungen. Attraktiv besonders für junge Menschen ist ein neues Angebot, das Versicherungsexpertin Gabriele Bengel vorstellt.

Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge entsprechend dem höheren Risiko an. Im Gegensatz zu vielen anderen Versicherern hat Janitos keine Altersgruppen gebildet, bei denen der Beitrag alle fünf oder zehn Jahre kräftig steigt. Vielmehr steigt bei Janitos der Beitrag jedes Jahr leicht. Im Alter von 70 Jahren beträgt der Monatsbeitrag 52,13 Euro. Danach sinkt er jährlich wieder leicht.


Von Gabriele Bengel gibt es eine Broschüre zu Zahnzusatzversicherungen und ein Merkblatt für Patienten, erschienen im Zahnärztlichen Fach-Verlag, erhältlich im Shop unter zfv.de.


Nicht jeder Patient kann sich bei Janitos versichern

Die Janitos fragt im Antrag den Zahnstatus ab. Bis zu drei fehlenden und noch nicht ersetzten Zähnen nimmt Janitos Antragsteller an. Allerdings wird bei zwei und drei fehlenden Zähnen die Erstattung in den ersten 48 Monaten deutlich reduziert, sodass er für Betroffene nicht die beste Wahl wäre.

Patienten mit Parodontitis werden ohne weitere Prüfung abgelehnt. Eine Ablehnung bekommen auch Patienten mit herausnehmbarem Zahnersatz – unabhängig davon, wie viele Zähne durch Teilprothesen ersetzt wurden. Auch für solche Patienten gibt es am Markt andere, gute Zahnzusatzversicherungen.

Bisherige Tarife bleiben am Markt

Schon seit vielen Jahren ist Janitos mit den Tarifen JA dental und JA dental plus am Markt. JA dental leistet nur für Zahnersatzmaßnahmen 60 bis 70 Prozent der Gesamtkosten – je nachdem, ob und gegebenenfalls für welchen Zeitraum der Patient regelmäßige Vorsorge nachweisen kann.

JA dental plus ist ein Tarif mit Leistungen für Zahnersatz (bis zu 90 Prozent), Zahnbehandlung (nur für Behandlungen, die die GKV gar nicht bezuschusst), Prophylaxe (maximal 90 Euro) und Kieferorthopädie (nur KIG2). Bei Stiftung Warentest wurde dieser Tarif mit „sehr gut (1,3)“ bewertet. Man darf gespannt sein, wie sich die verbesserten Leistungen von JA dental max im nächsten Test auswirken werden.
Gabriele Bengel, Esslingen

Gabriele Bengel

Von der Auszubildenden bis zum Vorstand – diese Laufbahn ist Gabriele Bengel in der Versicherungsbranche gelungen. Bereits während ihres BWL-Studiums hat sie sich auf das Versicherungswesen konzentriert und die Materie von der Pike auf gelernt. Sie kennt Produkte und deren Besonderheiten ebenso wie Vertragsgestaltung und Leistungsbearbeitung. Bengel ist Geschäftsführerin bei To:dent.ta GmbH (Hamburg) und erarbeitet unter anderem für Zahnärztinnen und Zahnärzte und deren Personal individuelle Versorgungskonzepte. Die bedarfsgerechte Absicherung von Arbeitskraft, Einkommen, Gesundheit, Alter und Pflege liegt ihr besonders am Herzen. Außerdem berät sie gesetzlich Versicherte, die ihre Absicherung erweitern wollen. Sie hält Vorträge bei Patientenveranstaltungen sowie für Zahnärztinnen, Zahnärzte und Dentallabore. Für Fragen steht sie gerne zur Verfügung.
Kontakt: gabriele.bengel@todentta.de

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