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Insolvenz

48 Zahnärzte sind 2016 Pleite gegangen

Zahnarztpraxen sind 2016 mit 48 Praxispleiten am stärksten in der Gesundheitsbranche betroffen gewesen. Wie die Gesundheitsbranche insgesamt dasteht.
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Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist gesunken. Allerdings ist jedes hundertste Unternehmen aus der Gesundheitsbranche betroffen.

Die Firmeninsolvenzen in Deutschland sind auch 2016 gesunken. Die Zahl der Pleiten hat sich um 6,2 Prozent auf insgesamt 21.789 Fälle verringert. 2015 sind es noch 23.222 Firmenpleiten gewesen. Diese Zahlen gehen aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel hervor.

48 Zahnarztpraxen pleite

Laut Informationen der "Ärzte Zeitung" hat die Gesundheitsbranche allgemein im vergangenen Jahr insgesamt 247 Unternehmenspleiten zu verzeichnen. Darunter seien auch 95 Arzt- und Zahnarztpraxen. Wie die „Ärzte Zeitung“ weiter berichtet, seien Zahnärzte mit 48 Praxisinsolvenzen am stärksten betroffen gewesen. Gründe für die Praxispleiten konnte die Wirtschafsauskunftei auf Nachfrage der Zahnarztwoche nicht nennen. Auch die Frage nach den Standorten der betroffenen Praxen konnte nicht beantwortet werden.

Darüber hinaus zeigt die aktuelle Studie laut Bürgel, dass mehr als 50 Prozent der insolventen Unternehmen nicht älter als zehn Jahre alt werden.

Geschäftsidee scheitert

Allgemeine Gründe für das Scheitern junger Unternehmen seien vorrangig in der Geschäftsidee zu sehen. Ist diese nicht marktfähig oder werden die Produkte nicht effizient hergestellt, hätte das Unternehmen keine Überlebenschance und müsse Insolvenz anmelden. Eine weitere Ursache für die Insolvenzen liegt auch in den häufig schwierigen Finanzierungsmöglichkeiten der Jungunternehmen. Wie die Wirtschaftsauskunftei weiter mitteilt, sehe der Trend jedoch insgesamt positiv für die Unternehmen in Deutschland aus. Firmen würden weiterhin von der stabilen Binnenkonjunktur und den für sie günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren.

"Durch den siebten Rückgang in Folge sind die Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1999 gesunken", kommentiert Bürgel Geschäftsführer Klaus-Jürgen Baum die aktuellen Zahlen.

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