Instrumentenhygiene

„Sicher sterilisiert, papierfrei dokumentiert und top organisiert“

Ein eingespieltes Team: Medine Sut und der neue Dampfsterilisator Hygoclave 90 mit dem automatischen Etikettendrucker für Sterilgutverpackungen Hygoprint Plus in der Praxis Sven Herold
Herold

Ein eingespieltes Team: Medine Sut und der neue Dampfsterilisator Hygoclave 90 mit dem automatischen Etikettendrucker für Sterilgutverpackungen Hygoprint Plus in der Praxis Sven Herold

Praxishygiene und Infektionskontrolle, insbesondere die Aufbereitung und Sterilisation von Instrumenten, stellen einen wesentlichen Kompetenzbereich des zahnärztlichen Teams dar.

ZMP Medine Sut, hygieneverantwortliche Assistenz in der Praxis Herold aus Gemmrigheim, erläutert im Interview mit der DZW, wie ihr Team auf die steigenden behördlichen Anforderungen mit einem stimmigen Konzept antwortet und welche Rolle dabei ihr neuer Dampfsterilisator spielt.

Frau Sut, bevor wir zu unserem Hauptthema „Praxishygiene – sicher und top organisiert“ kommen: In welchem Umfeld spielt sich dies bei Ihnen ab?

Medine Sut: Unser Team besteht aus vier Prophylaxeassistentinnen in Teilzeit, zwei davon arbeiten speziell in der Prophylaxe. Eine weitere Kollegin und ich sind vollzeitbeschäftigt, wobei ich selbst vormittags an der Rezeption arbeite und nachmittags als Assistenz. Hinzu kommen der Chef, Herr Herold, seine Frau, die sich um die Abrechnung kümmert, sowie eine Auszubildende im dritten Lehrjahr. Zu unseren fachlichen Schwerpunkten zählen die Endodontie und Implantologie.

Wer ist bei Ihnen für Praxishygiene, Hygiene von Instrumenten und speziell für das Sterilgut verantwortlich?

Sut: Grundsätzlich achtet natürlich jedes Mitglied des Teams dort, wo es gerade tätig ist, auf die Einhaltung der einschlägigen Hygienevorschriften. Für den Steri-Bereich sind unsere beiden Vollzeit-Assistentinnen, mich eingeschlossen, und Herr Herold verantwortlich. Dies ist, neben der Behandlungsassistenz, meine Hauptaufgabe, hier bin ich mit federführend tätig.

Was würden Sie dabei als „die Spezialität“ Ihres Teams bezeichnen?

Sut: Wir dokumentieren alles! Dafür arbeiten wir mit einem Qualitätsmanagementsystem, das ich täglich am PC aufrufe. Dabei kann ich sowohl von unserem zentralen Rechner aus zugreifen als auch über einen zweiten im Röntgenbereich. Hier erhalte ich eine genaue Auflistung der täglich notwendigen Maßnahmen, zum Beispiel das Durchführen des Vakuumtests, das Nachprüfen von Sterilgut, Konstanzprüfungen am Siegelnahtschweißgerät oder die Kontrolle des Wassers aus unserer Umkehrosmoseanlage. Nach Erledigung einer jeden Aufgabe kommt ein Haken dahinter.

Wie handhaben Sie Aufgaben, die nicht täglich anfallen?

Sut: Die sind ebenfalls im System drin. Zum Beispiel sehe ich beim Besuch unserer QM-Seite immer montags die Nachricht auf dem Monitor, dass ich durch einen Peeltest die aseptische Entnahme von sterilisierten Instrumenten sicherstellen muss. Auch dies dokumentiere ich mit einem Häkchen: „Peeltest erfolgreich durchgeführt“.

Was, denken Sie, macht Sie bei alldem besonders erfolgreich?

Sut: Wir „leben“ unser QM-System täglich in der Praxis. Dies führt dazu, dass jeder weiß, was er zu tun hat. So kann meine Kollegin Jasmine Femmig die Arbeiten ganz reibungslos übernehmen und umgekehrt. Es ist schließlich alles im PC-Netzwerk hinterlegt, und wir können von verschiedenen Arbeitsplätzen darauf zugreifen.

Wenn längerfristige Entscheidungen zu treffen sind: Wie handhaben Sie das? Kürzlich haben Sie doch einen neuen Dampfsterilisator angeschafft.

Sut: Das ist ein gutes Beispiel. Herr Herold hat meiner Kollegin Jasmine Femmig und mir einen Dampfsterilisator vorgeführt, den er im Auge hatte, und uns nach unserer Einschätzung gefragt. Wir haben das Gerät dann auf Herz und Nieren geprüft, und es hat uns überzeugt.

Was war bei der Entscheidung für den neuen Dampfsterilisator ausschlaggebend?

Sut: Wir sahen sofort, dass wir hier sechs Trays hineinstellen können, also eins mehr als bei unserem alten Gerät. Zur hohen Beladungskapazität kommt eine geringe Durchlaufzeit. Das A und O war für uns aber die Dokumentation. Die können wir jetzt deutlich komfortabler vornehmen. Während wir beim Vorgänger mit Papier gearbeitet haben, dokumentieren wir jetzt von Anfang an bis zur Chargenfreigabe per Unterschrift auf dem Monitor durchgängig elektronisch. Das System harmoniert auch gut mit unserer Praxissoftware CGM Z1.

Hinzu kommen verschiedene Vorteile in der Handhabung. Besonders interessant finde ich diesen: Der Dampfsterilisator ließ sich mit unserer Osmoseanlage in einer Weise zusammenschalten, dass wir jetzt kein Wasser mehr nachzufüllen brauchen. Unser neuer Dampfsterilisator Hygoclave 90 von Dürr Dental kombiniert eine sichere und papierfreie Dokumentation mit einer insgesamt komfortablen Handhabung. Damit erleichtert er uns die tägliche Arbeit und spart eine Menge wertvoller Zeit.

Vielen Dank für das Gespräch.

Christian Ehrensberger, Bad Homburg