Politik

Kalenderwoche 41/2018

Kurzmeldungen 8. bis 14. Oktober

Praxisinformation zu elektronischen Gesundheitsakten

Immer mehr Anbieter von elektronischen Gesundheitsakten bringen ihre Produkte auf den Markt – mit dem Versprechen an Patienten und Versicherte, jederzeit ihre persönlichen Gesundheitsdaten zur Hand zu haben. Besondere Aufmerksamkeit in den Medien erhält aktuell die digitale Akte „Vivy“, deren Nutzung den Versicherten zahlreicher gesetzlicher und privater Krankenkassen seit einigen Wochen angeboten wird. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat daher eine Praxisinformation erstellt, welche die derzeit verfügbaren wesentlichen Informationen zu Vivy und entsprechende Tipps und Hinweise für die Praxen zum möglichen Umgang mit Vivy im Praxisalltag enthält. Die Praxisinformation kann auf der Website der KZBV heruntergeladen werden (nach unten scrollen).

Wahlsieg für den FVDZ in Bayern

Der FVDZ Bayern hat deutlich die Wahlen zur Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) gewonnen. Nachdem die Ergebnisse aller acht Wahlbezirke vorliegen, steht der Wahlsieger fest. Der FVDZ Bayern und regionale Vereine haben 40 von 70 Delegiertensitzen und somit eine klare Mehrheit in der künftigen Vollversammlung der BLZK errungen. Der FVDZ-Landesvorsitzende Dr. Reiner Zajitschek zum Wahlausgang: „Wir setzen unseren Slogan ‚Stark für Bayern‘ schon seit Jahren mit handfester Unterstützung für die Zahnarztpraxen um. Das wurde von den Wählern/innen honoriert. Wir haben mit starken Themen und starken Persönlichkeiten in unseren Teams gepunktet. Wir werden in der Vollversammlung der BLZK wie bisher mit eigener Mehrheit den liberalen bayerischen Weg für die Zahnarztpraxen weiter prägen: so wenig Bürokratie wie nötig und so viel Freiraum wie möglich.“

Resolution der Vertreterversammlung der KBV

„Das TSVG ist geprägt von einem tiefen Misstrauen und einer Missachtung des freien Berufes. Es ist viel zu kleinteilig und nicht geeignet die Versorgung zu verbessern. Es ist geeignet die Attraktivität der Niederlassung weiter zu vermindern. Wir brauchen im Gegenteil mehr Gestaltungsfreiheit und Regionalität im Bereich der Selbstverwaltung. Die Rolle der Hausärzte muss im Sinne der sinnvollen Patientensteuerung deutlich gestärkt werden. Wir brauchen insgesamt mehr Ärzte und eine Steigerung der Attraktivität der Niederlassung durch Abschaffung der Budgets und der Regresse.“ Diese Resolution wurde auf der jüngsten Vertreterversammlung der KBV beschlossen und das TSVG als Angriff auf die Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit benannt.

Hamburgs Kassenärzte planen, Praxen zu übernehmen

In einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ äußerte sich ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg: „Wir erwägen, künftig selbst als Käufer aufzutreten und Praxen vorübergehend zu übernehmen.“ Die KVHH will damit verhindern, dass Praxen nicht von Konzernen oder Investoren aufgekauft werden und in eine Großstruktur überführt werden. Das geschieht häufig, wenn ein niedergelassener Arzt seine Praxis am Ende seines Berufslebens weiterverkaufen möchte und keinen Nachfolger findet. Hier treten dann Investoren auf den Plan und übernehmen Praxen und überführen sie in Klinikketten. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Walter Plassmann, äußerte sich gegenüber NDR 90,3, dass es den Investoren nicht in erster Linie darum ginge, für Patienten zu sorgen, sondern um Geld mit den Praxen zu verdienen. Unter anderem bei Zahnarzt-Praxen gebe es diesen Trend bereits, so Plassmann.

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