Mein erstes Jahr mit Cerec (7)

CAD/CAM: Wahl ohne Qual beim Material

CAD CAM Gerät

Wie Sie, liebe Leser, wissen, habe ich eine Schwäche für Kaffee. Dafür gibt es eine wirklich große Auswahl an Sorten, durch die sich Genießer wie ich einfach durchprobieren und dann entscheiden, welche ihnen am besten schmeckt. Das sind dann ein bis zwei Sorten von Bohnen, und diese verwende ich immer wieder.

Von Bohnen und Blöckchen

Ganz ähnlich ist das für mich bei den Materialien für Cerec: Die Auswahl an dabei einsetzbaren Keramiken ist groß. Das ist selbstverständlich sinnvoll, denn jede Zahnposition hat aufgrund der Kaukräfte bestimmte Anforderungen an das Material. Hinzu kommen patientenindividuelle Parameter wie Platzangebot und natürlich die Ästhetik.

Feldspatkeramik und Lithiumdisilikatkeramik

Ich arbeite derzeit mit zwei Dentalkeramiken: Zum einen nutze ich Feldspatkeramik der Cerec Blocs, die eingefärbt sind und poliert werden können. Zum anderen verwende ich die Lithiumdisilikatkeramik IPS e.max CAD. Diese ist im Rohzustand violett eingefärbt und erhält die finale Farbe durch das Brennen.

Die richtigen Instrumentensets machen den Unterschied …

Die Entscheidung für das jeweilige Material wirkt sich natürlich auf die Art der Präparation aus: Für eine Keramikversorgung – das wissen wir alle – ist es nötig, eine deutliche Hohlkehle zu präparieren. Alles sollte dabei schön abgerundet sein und der Stumpf finiert werden. Ich setze dabei auf komplette Instrumentensets, die eigens für die Hohlkehl-Präparation entwickelt wurden. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich diese erworben und komme damit prima zurecht.

… auch beim Polieren

Auch für das Polieren der finalen Krone, die ich aus Cerec Blocs herausschleife, habe ich mir ein spezielles Gummi-Poliererset zugelegt – eine wahrlich gute Entscheidung! Der Hochglanz der Restaurationen macht wirklich etwas her.

Die „Maschinenzeit“ lässt sich sinnvoll nutzen

Die Cerec Blocs von Dentsply Sirona verwende ich für die Inlayversorgung. Dadurch, dass ich sie polieren kann, habe ich eine ernorme Zeitersparnis. In etwa sieben bis zehn Minuten ist das Inlay fertig und ich kann es dann im Mund des Patienten auf die Passung überprüfen. Anschließend poliere ich final und klebe es im Mund des Patienten adhäsiv ein.

Fallen die Restaurationen etwas umfangreicher aus, nutze ich die IPS-e.max-Blöcke. Dafür plane ich von Anfang an etwas mehr Zeit ein: Zum einen wünscht der Patient vielleicht noch eine Anpassung der Farbe, und natürlich muss die Restauration noch gebrannt werden.

Als Behandler nutze ich diese „Maschinen-Zeit“, um entweder einen anderen Patienten zu versorgen oder administrative Praxisdinge zu erledigen. Der Patient kann sich währenddessen entspannen. Am Ende einer Behandlung freue ich mich immer noch jedes Mal, den Patienten in nur einer Sitzung versorgt zu haben. Der Patient ist verblüfft, dankbar – und sein spontanes Lob tut dann ähnlich gut wie eine Tasse Kaffee.“