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Phibo

Millionenumsätze bei Implantaten und digitale CAD/CAM-Strukturen

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“Die Phibo Gruppe arbeitet an einem effizienten, soliden, nachhaltigen Unternehmen, das flexibel auf Änderungen reagieren kann” - Nacho Mestre und Manuel Villagordo.

Die Phibo Gruppe ist eines der führenden Unternehmen in den Bereichen Implantologie, CAD/CAM-Prothetik, Digitallösungen und Fräsdienstleistungen. Seit mehr als 30 Jahren bilden wissenschaftliche Erkenntnisse die Basis der Forschung und Entwicklung. Die Phibo Gruppe ist derzeit eines der spanischen Unternehmen, das am stärksten auf Digitalisierung und 360°-Lösungen im Rahmen der Rehabilitation setzt. Phibo unterteilt sein Portfolio nach Implantatsystemen, CAD-CAM Phibo und digitalen Lösungen für Zahnärzte und Zahntechniker. Im Interview berichten Nacho Mestre (CEO seit 2017) und Manuel Villagordo (CIO – Leiter Innovations), von den Produkten und digitalen Lösungen des innovativen Herstellers mit Sitz im spanischen Sentmenat, 40 km nördlich von Barcelona.

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Das rEVOLUTIONäre Implantat Aurea Evo: Geschaffen zum Schutz des Weichgewebemanagements und zur Erhaltung der natürlichen Zahnästhetik auf lange Zeit.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung des Implantologiemarktes?

Nacho Mestre: Der Implantologiemarkt wächst weiter, ist jedoch schon ziemlich gesättigt. Nach einer Phase des exponentiellen Wachstums befindet er sich jetzt in einer Reifephase, was aber nicht als negativ zu betrachten ist.

Manuel Villagordo: Implantate werden seit mehr als 25 Jahren eingesetzt, in den letzten zehn Jahren waren es weit mehr als in den Jahren zuvor. Das hat zu diesem Reifepunkt geführt. Heutzutage werden 45 % der Gerüste, die wir in unseren Fertigungszentren herstellen, auf die natürlichen Zähne gesetzt. Im Jahr 2019 haben wir die Fertigung 22.000 herausnehmbare Zahnersatzeinheiten gefertigt, damit stehen wir in Europa an der Spitze bei diesem Produkt.
Wir glauben an das Implantat, aber wir haben auch immer darüber hinausgeblickt: 2019 haben wir die Fertigung von Aufbissschienen eingeführt und Ende 2020 starteten wir mit digitalen Kunststoffprothesen. Wir bieten 360°-Lösungen: Implantate, Software, Hardware und Prothetiklösungen, die in industrieller Form mittels CAD-CAM-Technologie gefertigt werden.

Nacho Mestre. Der Schlüssel ist, ein Spezialist für Versorgungen mit oder ohne Implantate zu sein. Die Phibo Gruppe setzt auf ganzheitliche Rehabilitation, in digitaler, schneller, effizienter und sicherer Form.

Die Phibo Gruppe hat im Jahr 2019 Sineldent übernommen und jetzt wurde eine Vereinbarung mit Camlog Biohorizons getroffen. Hat sich Ihr Wachstumsplan aufgrund der Pandemie geändert?

Nacho Mestre. Sineldent ist ein sehr flexibles Unternehmen und besetzt eine Nische im Markt, in der wir nicht sehr präsent waren. Die Integration verläuft sehr zufriedenstellend und die Anlagen arbeiten störungsfrei. Wir sind zwei Marken, aber ein einzelnes Unternehmen und einer lernt vom anderen. Für den spanischen und portugiesischen Absatzmarkt haben wir auch weiter Vereinbarungen mit anderen Unternehmen der Branche erarbeitet. Vor kurzem haben wir eine Kooperationsvereinbarung mit Camlog Biohorizons unterzeichnet, um mit ihnen zusammen zu arbeiten. Dies war ein langer und anspruchsvoller Prozess, aber wir haben gesehen, dass ein weltweit anerkannter Hersteller von Implantaten sein Vertrauen in die Phibo Gruppe setzt, weil wir alle Anforderungen erfüllen und die Strukturen für deren Implantate garantieren können.

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Adhoc: Die innovative Prothetik-Lösung

Phibo ist eine Referenzmarke im Bereich der digitalen Zahnmedizin. Welche Botschaft geben Sie den Fachleuten mit, die den Sprung ins Digitale planen?

Manuel Villagordo: Die meisten Zahnärzte arbeiten bereits mit digitalen Instrumenten; bspw. einer digitalen Kamera oder einer Managementsoftware. Deshalb ist der Intraoral-Scanner eine digitale Komponente, die perfekt in diesen Rahmen passt. Nach unseren Berechnungen entstehen bei 25 % aller Rehabilitationen, die auf Grundlage einer analogen Abdrucknahme durchgeführt werden, Fehleinstellungen oder führen zu Wiederholungen, und dies reduziert sich erheblich mit dem Intraoral-Scanner.

Bei der Investition in einen Intraoral-Scanner sind sich Zahnmediziner nicht sicher, ob sie jede Art von Versorgung, die sie in ihrer täglichen Arbeit ausführen, abdecken können und wie viel sie investieren müssen, um ihre Teams von der herkömmlichen auf die digitale Praxis umzuschulen. Wir können klar dazu Stellung nehmen: Die Kooperation zwischen Praxis, Labor und Fertigungszentrum ist der Schlüssel. Der Erfolg bei der Digitalisierung einer Zahnarztpraxis liegt darin, mit einem Labor zusammenzuarbeiten, das zuvor von einem Unternehmen wie der Phibo Gruppe geschult wurde und mit allen digitalen Komponenten aus der Praxis und dem Dentallabor vertraut ist.

Ein Unternehmen wie das unsere muss, über das Angebot vielfältiger digitaler mit CAD-CAM gefertigter Prothetiklösungen hinaus, seinen Beitrag zur Schulung beider Teile leisten. Wir setzen schon seit über 10 Jahren viele Ressourcen für die Ausbildung von Fachleuten ein. Hinter dem Verkauf eines Scanners steht immer auch ein sehr spezifischer Schulungsplan und eine Begleitung vor Ort oder per Telefon, durch die sich der Kunde in diesem Prozess sehr viel besser aufgehoben fühlen kann.

Welche Vorteile sehen Sie in der Digitalisierung und was bieten Sie Ihren Kunden an?

Nacho Mestre. Die Digitalisierung kann uns in Zeiten wie diesen sehr helfen. Jetzt wo die Logistik schwieriger geworden ist, bedeutet der Umstieg auf das Digitale die Beseitigung vieler Schritte und eine Vereinfachung der Arbeit. Wie Manuel sagt, verkaufen wir nicht einen Scanner und vergessen dann alles weitere, unsere Arbeit besteht immer darin, dafür zu sorgen, dass der Scanner betriebsbereit und für den Fachmann von Nutzen ist und er damit einen Gewinn erzielen kann.

Manuel Villagordo. Im Zuge dessen entwickeln wir seit einem Jahr eine digitale Anwendung mit der Bezeichnung Sinergia: ein sicheres Webportal, das Zahnarztpraxis, Labor und Fertigungszentrum verbindet, um den Austausch der digitalen Dateien für alle so einfach und sicher wie möglich zu machen.

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Im Jahr 2019 wurden zusätzliche 450 qm in der CAD/CAM-Produktion angebaut, so dass bis zu 60.000 Fälle monatlich gefertigt werden können

Wie haben Sie sich in den letzten Monaten mit der Phibo Group aufgestellt?

Nacho Mestre. Wir haben ausreichend Rücklagen gebildet, die jeden Unternehmensbereich betrafen, um unsere Dienstleistungen zu jedem Zeitpunkt aufrecht zu erhalten. Unser großer Wettbewerbsvorteil ist: Wir nutzen nicht nur eine, sondern vier Produktionseinheiten; deshalb können wir, wenn eine dieser Einheiten ernsthaft von der Situation beeinträchtigt sein sollte, mit den restlichen Produktionseinheiten weiterarbeiten. Dies ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, der uns als Phibo Gruppe zu einem starken und soliden Unternehmen macht.

Darüber hinaus haben wir die laufenden Projekte nicht gestoppt. Im Bereich Innovation und Entwicklung haben wir, trotz der Beschränkungen, die wir hatten, und dank der starken Ausrichtung der Phibo Gruppe auf die Digitalisierung und Innovation, immer weitergearbeitet und beschlossen, alle geplanten Projekte durchzuführen. Markteinführungen wurden neu geplant und dann durchgeführt.

Wir haben unsere 3D-Produktionsfähigkeiten eingesetzt, um Zubehör für Beatmungsgeräte herzustellen, die von Krankenhäusern gebraucht wurden, und haben gleichermaßen 50 % unserer Server bereitgestellt, um in der aktuellen Situation die Pandemieentwicklung zu untersuchen.

Was können Zahntechniker und Zahnärzte 2021 von Ihnen erwarten?

Nacho Mestre. Es ist schwierig, für die nächsten Monate Prognosen abzugeben. Wir wissen, dass ein erneutes Zurückfahren der Wirtschaft keine gangbare Alternative ist und gehen von einer Erholung für 2021 aus. Die Phibo Gruppe arbeitet an einem effizienten, soliden, nachhaltigen Unternehmen, das flexibel auf Änderungen reagieren kann. Wir sind optimistisch und denken, dass unser Unternehmen weiterhin eine Referenz im digitalen Rahmen bleiben und dem Markt mit innovativen Produkten, die Spitzenleistungen in der Zahnarztpraxis ermöglichen, einen Mehrwert bieten wird. Wir sind vorsichtig, aber auch voller Hoffnung.

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Das spanische Sentmenat liegt 40 km von Barcelona entfernt und ist Sitz des Phibo Headquarters

Über Phibo

Das Unternehmen unterteilt das Portfolio nach Implantatsystemen, CAD-CAM Phibo und digitalen Lösungen für die Zielgruppen Zahnärzte und Zahntechniker. Das Implantatsystem Aurea®Evo wurde geschaffen zum Schutz des Weichgewebemanagements und zur Erhaltung der natürlichen Ästhetik auf lange Zeit. Das exklusive konische hexalobuläre Verbindungsdesign ist vor allem für die Kombination Implantat und Prothetik entwickelt worden. Der klinische Erfolg beruht auf der patentierten Avantblast-Oberfläche. Mit dieser garantiert Phibo eine kurz-, mittel- und langfristige Rehabilitation.

Unter der Marke CAD-CAM Phibo werden europaweit Fräsdienstleistungen für Dentallabore und Zahnarztpraxen angeboten. Dank der modernen Technologie und dem einfachen Datentransfer entwerfen und produzieren die Mitarbeiter Gerüste, mit denen so perfekte Zähne entstehen, als sei die Natur am Werk gewesen. Adhoc® ist das Top-Produkt für verschraubte Versorgungen für Metall-Keramik, das unterschiedliche Technologien für herausragende Ergebnisse kombiniert. Dank des innovativen Herstellungsprozesses wird eine hervorragende Haftung der Keramik durch deren raue Oberfläche sowie ein passgenauer Einsatz im Verbindungsbereich erzielt. Das verschraubte Kobalt-Chrom wird für alle Gerüsttypen hergestellt: von Abutments bis hin zu kompletten anatomischen Gerüsten. Und all dies auf einer Vielzahl von Implantatsystemen dank der Phibo® Library, der umfassendsten Bibliothek auf dem Dentalmarkt.

 

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