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„Erfolg ist kein Glück“

Daumen hoch von Michael Stock für Prof. Dr. Wolfgang Richter (Mi.) und Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder

Daumen hoch von Michael Stock für Prof. Dr. Wolfgang Richter (Mi.) und Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder

„Erfolg ist kein Glück, sondern nur Ergebnis aus Blut, Schweiß und Tränen“ – mit dem Lied des Rappers Maximilian Diehn, besser bekannt als Kontra K, begrüßte Michael Stock, Vertriebsleiter bei Schütz Dental, die 240 Teilnehmer im vollbesetzten Campus Maxx in Kronberg.

Praxen und Labore waren beim CAD/CAM-Event in Kronberg dabei, schließlich stehen hier Erfolgskonzepte und Networking erfolgreicher Unternehmer im Fokus. Los ging es mit einem Programm, das mit Weitsicht gestaltet war und den richtigen Rahmen für ein einzigartiges Netzwerktreffen bot.

Die Referenten am ersten Vortragstag: Dr. Oliver Ahlers, ZTM Vincent Fehmer, Novia Savic, Michael Konen, ZTM Niels Hedtke und ZTM Tim Dittmar

Die Referenten am ersten Vortragstag: Dr. Oliver Ahlers, ZTM Vincent Fehmer, Novia Savic, Michael Konen, ZTM Niels Hedtke und ZTM Tim Dittmar 

Digitale Funktionsdiagnostik

„Wir nehmen die Patienten, die Sie nicht wollen.“ Humorvoll nahm PD Dr. M. Oliver Ahlers (Hamburg) den roten Faden der Veranstaltung auf und stellte das Erfolgskonzept des CMD-Centrums in Hamburg vor. „Nach aktuellen Studien leiden rund 10 Prozent unserer Patienten unter einer behandlungsbedürftigen, craniomandibulären Dysfunktion (CMD).“ Die Herausforderung bestehe darin, diese auffälligen Patienten qualifiziert zu befunden und zu betreuen.

Für den umtriebigen Funktionsspezialisten seien neben der Einbindung orthopädischer Faktoren die digitale instrumentelle Bewegungsaufzeichnung und computerassistierte funktionelle Bewegungsanalyse ein absolutes Muss, „vor allem, wenn es um zahntechnische Restaurationen bei CMD-Patienten geht.“ Die funktionelle Bewegungsanalyse sei praxisreif durch Konzepte wie das von Schütz Dental vertriebene Zebris-Vermessungssystem und die Software CMDtrace.

 

Zahntechniker mit Leidenschaft. Michael Stock präsentierte Maxi Grüttner und Olaf van Iperen.

Zahntechniker mit Leidenschaft. Michael Stock präsentierte Maxi Grüttner und Olaf van Iperen.

Erfolg durch passende Schienen

ZTM Vincent Fehmer (Universität Genf) nahm den Kerngedanken von Ahlers auf und bezeichnete die digitale Funktionsdiagnostik als Schlüssel zur erfolgreichen Integration des digitalen Workflows. Einhergehend damit stellte der Wahlschweizer das neue Zebris JMA Optic als Vermessungssystem „kurz vor Raumschiff Enterprise“ vor. Auf Basis der digitalen Vermessungsdaten sei es möglich, Schienen herzustellen, die nach der Übertragung und Auslesung passen.

Im Vergleich der Herstellverfahren überwiegen die Vorteile der gefrästen gegenüber der im 3-D-Druck gefertigten Schiene. Als nachteilig bezeichnete Fehmer die Sprödigkeit sowie die bläuliche Farbe der gedruckten Schienen.
Die Materialauswahl und deren klinische Überlebensraten seien ein weiterer Aspekt. „Monolithische Keramikrestaurationen sind unseren Studien zufolge für den Seitenzahnbereich hervorragend.

Frakturen sind ein Problem der Verblendkeramik“, meinte Fehmer lächelnd. Zum Schluss gewährte der Referent noch einen Blick in die Welt des Virtual Teeth Tracking. Mit Apps und mobilen Endgeräten werde es zukünftig möglich, virtuell ein Optiface durchzuführen.

Auch im darauffolgenden Vortrag ging es um die verschiedenen CAD/CAM-basierten Fertigungsmethoden, diesmal bezogen auf die digitale Totalprothetik. Von halbautomatisch Fräsen, 3-D-Drucken bis hin zur Hybridfertigung – Novica Savic (Exocad GmbH, Darmstadt) erläuterte die Vor- und Nachteile: „Durchsetzen werden sich der 3-D-Druck und das 2-Schritt-Fräsen, vor allem mit den neuen Zahndatenbanken.“ Michael Kohnen (Exocad) präsentierte mit der Partial-Framework-Design-Software, wie Bits und Bytes beispielhaft in eine Teilprothese als Sekundärgerüst auf vier taktilgescannten Teleskopen umgesetzt werden.

Zurück in die Zukunft

Niels Hedtke und Tim Dittmar von HD Zahntechnik (Ober-Mörlen) werden gern als die „jungen Wilden in der Zahntechnik“ bezeichnet. Und auch dieses Mal hatten die beiden Zahntechnikermeister einen besonderen Auftritt vorbereitet.

Als Vergangenheitsthema stellte Hedtke den Patientenfall einer Unterkiefer-Totalprothese auf sechs Implantaten vor. Auch hier kam Zebris zum Einsatz, es folgten eine Schienentherapie, ein Wax-up zur Ästhetik- und Funktionsanprobe sowie die Fertigstellung mit der Presstechnik.

Dann kam der große Auftritt von Marty McFly und Dr. Emmett Brown mit dem Konzept „All in One“. In der Zukunft werden Versorgungen rein digital gefertigt. Faszinierend ist die Produktionszeit – 30 Minuten bis hin zur fertigen Versorgung. Hedtke und Dittmar schürten Vorfreude auf „Zurück in die Zukunft“ und erhielten den angemessenen Applaus für einen mutigen Bühnenauftritt. HD Zahntechnik ist Mitglied des Schulungsnetzwerks von Schütz Dental. Termine finden Interessenten unter www.schuetz-dental.de/de/ events/

Erfolg ist Wissen, Wissen ist Macht

„Ich habe noch nie so viele Schienen hergestellt“, behauptete Olaf van Iperen (Wachtberg). „Schienen sind das wichtigste Bauelement, wenn ich sicheren Zahnersatz umsetzen möchte. Und Zebris ist mein Erfolgsschlüssel, auch in der Implantatprothetik.“ Sein Marketingziel definierte er humorvoll mit „kein Einschleifen von Zahnersatz“.

Die Vermessung mit dem Zebris-System sei einfach, die Herausforderung liege in der zahntechnischen Umsetzung in einer fordernden Zahnmedizin. „Ihr Zahntechniker müsst wissen, worum es geht, und euch das Wissen aneignen. Jeder Patientenfall ist ein Projektmanagement, und auch wenn wir uns im digitalen Zeitalter bewegen – Kommunikation ist weiterhin Erfolgsfaktor Nummer 1.“

Erfolg ist Labor-Consulting

„Jedes Labor braucht eine individuelle Zukunftsstrategie mit dem besten Personal“, stellte Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder (Münster) fest. Mit westfälischem Witz zeigte er die Chancen von Laboren auf, wenn sie sich positionieren und sich bei den Zahnarztpraxen als unverzichtbarer Geschäftspartner platzieren.

Zahnärzte und Labore stehen aktuell vor den gleichen Aufgaben, die es gemeinsam zu lösen gilt. Eindrucksvoll zeigte Schnieder auf, dass jetzt die „Zeit der Labore gekommen ist, gemeinsam mit ihren Kunden Weiterführungskonzepte auszuarbeiten und umzusetzen.

Labor-Consulting ist das Kundenbindungs- und -findungsmittel.“ Und genau da setzt der Rechtsanwalt gemeinsam mit Schütz Dental mit einer eigenen Roadshow 2019 an. Inhaltlich geht es um „Zukunftsstrategien für mein Labor“; Start ist am 8. April 2019 in Hamburg, weiter geht es am 6. Mai in Berlin und am 20. Mai in Köln.

Erfolg ist Virtual Reality

Prof. Dr. Wolfgang Richter definierte die neue digitale Welt zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn. Dauerte es früher noch Jahrzehnte, bis sich technologische Entwicklungen durchsetzten, ist der Fortschritt heute viel rasanter, und die Aufgabe von Unternehmen ist es, schneller darauf zu reagieren.

„Durch die Onlineshop-Technologie sind mehr direkte Informationen über Kunden möglich. Der Onlineanbieter erfährt eine Zunahme an Absätzen bei zahnärztlichen Materialien, Instrumenten und Kleingeräten“ – für Richter ein klarer Trend in der Zahnmedizin, der das Onlinegeschäft des klassischen Dentalfachhandels torpediert. Doch auch die Diagnostik wird sich in der Zukunft ändern – im Rahmen der Prävention und damit der Behandlung von Krankheiten, „und zwar bevor sie ausbrechen.“

Mixed Reality ist das Stichwort: „Es geht ganz stark um unsere inneren Einstellungen zur Zukunft. Also lassen Sie sich überraschen und übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Zukunft als Zahnarzt und Zahntechniker.“

Claudia Gabbert, Hamburg