Wissenschaft

Sechs Tipps im Umgang mit Multitasking

Bezüglich des konstruktiven Umgangs mit dem Thema ist nun das Buch "Multitasking. Komplexe Anforderungen im Arbeitsalltag verstehen, bewerten und bewältigen." erschienen. Herausgegeben wurde es von Psychologie-Professor Andreas Zimbel und Thomas Rigotti.

Buch fasst Stand der Forschung zusammen                                                                                  

Beide Wissenschaftler fassen in dem Buch den Stand der Forschung zusammen und beschreiben Untersuchungen mit Sekretärinnen, Sprechstundenhilfen, Pflegekräften, Studierenden und Erwerbstätigen. Das Buch wurde von beiden Herausgebern kürzlich an der SRH Hochschule in Heidelberg vorgestellt. "Multitasking gehört heute in den meisten Jobs zum Alltag. Durch die Informationsflut auf allen Kanälen sind die Anforderungen gestiegen", so Zimber.

Sechs Tipps für den richtigen Umgang mit "Multitasking"

Laut dem Herausgeber sei Multitasking unvermeidlich. Aus diesem Grund müsse eine entspanntere Diskussion darüber geführt und sich mit der Bewältigung sowie der Folgen auseinandergesetzt werden. "In der Tat führt Multitasking häufig zu Stress und Leistungsabnahme. Aber nicht das Multitasking an sich ist schädlich, sondern es kommt darauf an, wie man damit umgeht", so Zimbel.

In dem nun neu erschienenen Buch geben er und Rigotti Tipps für den Umgang mit Multitasking. Gleichzeitig werden weitverbreitete Vorurteile entkräftet.

  1.  Routinen helfen: Nur Aufgaben zeitgleich machen, die sich stark vereinfachen lassen – beim Telefonieren nur offensichtliche Spam-Mails löschen, in der Warteschleife am Telefon kürzere Mails lesen. Ansonsten besser eins nach dem anderen erledigen.
     
  2.  Gute Planung sorgt vor: Aufgaben, die bis in ca. zwei Minuten erledigt werden können, sofort in Angriff nehmen, andere notieren und für einen anderen Zeitpunkt vornehmen. Dazu bedarf es einer sorgfältigen Selbstorganisation – nicht den Aufwand dafür scheuen!
     
  3.  Tätigkeiten bündeln: Suchen Sie sich ein Zeitfenster, in dem Sie alle Mails bearbeiten. Wenn Sie dann eine andere Aufgabe vor sich haben, schalten Sie die Mailbox ab und nach Möglichkeit das Telefon um auf einen Anrufbeantworter. Auch ein "Nicht-Stören-Schild" an der Tür sorgt für  ein konzentrierteres Arbeiten und weniger Unterbrechungen.
     
  4.  Abwechslung kann belebend sein: Zwischen herausfordernde Aufgaben sollten immer wieder anspruchslosere Tätigkeiten wie Kopieren, Aufräumen oder Abheften geschoben werden, das führt insgesamt zu einer besseren Leistungsfähigkeit.
     
  5. Lieber häufiger kurze Pausen machen als lange am Stück arbeiten. Entgegen der landläufigen Meinung, dass erst drei Wochen Urlaub zur Erholung führen, kann auch schon eine Woche genügen. Sie sollte nur nicht mit Aktivitäten vollgestopft sein.
     
  6.  Arbeit nicht mit nach Hause nehmen. Mails und Anrufe stören das Privatleben, das man zur Erholung benötigt.

Und noch ein weiteres Vorurteil entmystifiziert Zimber: „Es gibt keine Geschlechtsunterschiede bei der Multitasking-Leistung. Nur: Männern gewährt man eher, sich voll auf eine Sache zu konzentrieren.“

Buchhinweis: Multitasking. Komplexe Anforderungen im Arbeitsalltag verstehen, bewerten und bewältigen.
Verlag Hogrefe - Reihe Managementpsychologie, Band 1, 163 Seiten
ISBN: 978-3-8017-2551-8 (auch als E-Book erhältlich)
Preis: 29,95 Euro (CHF 39,90)

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