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Telematikinfrastruktur

Vorbereitungen für KIM-Feldtest beginnen

Der neue Kommunikationsdienst im Gesundheitswesen wird nun unter Realbedingungengetestet. Der Hersteller stattet Teilnehmer mit der erforderlichen Technik aus.
gematik GmbH

Der neue Kommunikationsdienst im Gesundheitswesen wird nun unter Realbedingungen getestet. Der Hersteller stattet Teilnehmer mit der erforderlichen Technik aus.

Der Kommunikationsdienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) wird künftig den Austausch von sensiblen Informationen im Gesundheitswesen erleichtern. Damit KIM zum Einsatz kommt, benötigen medizinischen Einrichtungen unter anderem einen E-Health-Konnektor. Zudem ist KIM ab 1. Juli 2020 das einzige zulässige Verfahren, um die Übermittlung von E-Arztbriefen vergütet zu bekommen.

Bevor der E-Health-Konnektor flächendeckend zur Verfügung stehen kann, wird in einem standardisierten Feldtest untersucht, ob Gerät und die dazugehörigen Prozesse störungsfrei im realen Praxisalltag funktionieren. Für den Feldtest hat die gematik dem E-Health-Konnektor der CompuGroup Medical Deutschland AG eine Zulassung erteilt.
„Mit KIM hält der sichere sektorenübergreifende Datenaustausch Einzug in den Versorgungsalltag. Neben medizinischen Dokumenten können künftig Verwaltungs- und Meldedaten über KIM zuverlässig und sicher übertragen werden – zum Nutzen aller Beteiligten“, erklärt Thomas Jenzen, Projektleiter der gematik.

Über ein Software-Update wird der Konnektor KoCoBox MED+ zum E-Health-Konnektor und kann für KIM genutzt werden. Ist bei allen Testteilnehmern das erforderliche Update eingespielt, beginnt der eigentliche Feldtest. An diesem nehmen die vier Kassenzahnärztlichen Vereinigungen Berlin, Nordrhein, Baden-Württemberg und Bayern, jeweils vier Zahnärzte aus diesen Regionen, 50 Ärzte aus dem Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein sowie ein Krankenhaus in Aachen teil.
Neben KIM testen die teilnehmenden Zahnärzte auch Funktionen des elektronischen Heilberufsausweises: die Qualifizierte elektronische Signatur sowie die Anmeldung an die Portale der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen.

Um die bundesweite „Produktivzulassung“ zu erhalten, müssen die Hersteller zusätzlich zu einem erfolgreich abgeschlossenen Feldtest nachweisen, dass das Gerät funktional, interoperabel und sicher ist. Die Zulassung erfolgt ebenfalls über ein Software-Update für Konnektoren und Praxisverwaltungssysteme. Ein Austausch von Geräten ist nicht notwendig.

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