Patientenberatung

„Wir sammeln nicht nur Beschwerden, wir lösen die Probleme der Menschen“

Der von der KZBV und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) unter fachlicher Begleitung des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) erstellte Bericht weist aus, dass in knapp 90 Prozent der Fälle das Anliegen von Patienten gelöst oder an die zuständigen Kammern oder KZVen für die abschließende Bearbeitung vermittelt werden. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2016 fast 24.000 Beratungen geleistet und fast 2.000 Eingaben, Anliegen, Fragen und auch Beschwerden bei zahnärztlichen Behandlungen bearbeitet.

Eigenverantwortung und Mitsprache bei Therapieentscheidungen

„Unser Ziel ist immer der zufriedene Patient – in jedem einzelnen Fall!“, so der KZBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Eßer. Ein wichtiger Faktor sei die Eigenverantwortung der Patienten und ihre Mitsprache bei Therapieentscheidungen. Die zahnärztliche Beratung stärke die Patientensouveränität und löst Anliegen aktiv und häufig abschließend, „statt bloßer Kummerkasten für unerwünschte Ereignisse zu sein“.

Kein anderes Beratungsangebot bringe Behandler und Patient zeitnah so gut zusammen und könne zwischen den Beteiligten lösungsorientiert vermitteln. „Die erhebliche Zahl geklärter Fälle, in denen zufriedenstellend informiert wurde, bestätigt uns in dem Anspruch, bei allen Versorgungsfragen direkt nach dem Zahnarzt der beste Ansprechpartner zu sein.“

Anlaufstelle für individuelle Anliegen der Patienten

Für die BZÄK erklärte deren Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, dass es bei Millionen von Behandlungen im Jahr und dem komplexen Versorgungssystem auch zu Nachfragen oder Beschwerden komme, lasse sich leider nicht völlig vermeiden. Die Zahnärztlichen Beratungsstellen bieten den Patienten eine wichtige Möglichkeit, ihre individuellen Anliegen zu klären. „In den Beratungsstellen nehmen wir jeden Patienten und sein Anliegen ernst und arbeiten an einer sachgerechten Lösung.“ Ziel sei es, die zahnärztliche Versorgung so patientenfreundlich wie möglich zu gestalten.

Als lernendes System konsequent weiterentwickeln

Prof. Dr. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ: „Diese Auswertung liefert wichtige Hinweise auf weitere Handlungsfelder in der Versorgung. Sie erlaubt aus wissenschaftlicher Sicht aber vor allem, das Beratungsgeschehen der zahnärztlichen Selbstverwaltung im Sinne eines lernenden Systems konsequent weiterzuentwickeln.“