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Telematikinfrastruktur

Gematik prüft weitere Konnektoren

Netzwerkkabel
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Nach aktuellem Stand endet die Frist für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur am 31. Dezember 2018. Die Umsetzung sollte zeitnah starten.

Die Telematikinfrastruktur nimmt weiter Fahrt auf. Nach einem halben Jahr mit nur einem Anbieter ist seit einigen Wochen, neben dem Konnektor Kocobox med+, auch das Gerät der T-Systems offiziell zugelassen. Außerdem durchlaufen aktuell noch zwei weitere Konnektoren das strenge Zulassungsverfahren der Gematik.

Mit dem Ziel, allen medizinischen Einrichtungen die Anbindung an die Telematikinfrastruktur durch die Erstattung kostendeckend anbieten zu können, wurde nach langen Verhandlungen zwischen KZBV und den GKV-Spitzenverbänden die Erstattung der Konnektoren für das dritte und vierte Quartal 2018 deutlich angehoben. Somit können nun einige spezialisierte Unternehmen eine Lösung für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur anbieten, die durch die Förderung bei Inbetriebnahme im dritten Quartal kostendeckend ist.

Die meisten Praxisverwaltungssysteme wurden bereits durch ein Softwaremodul für die Anbindung an die Telematik vorbereitet. Einige Softwareanbieter verlangen eine Gebühr für das TI-Integrationsmodul. Diese Kosten müssen Zahnärzte direkt bei dem Konnektor-Installationsbetrieb in Erfahrung bringen.

Die Anbindung an die Telematik wirft in vielen Praxen Fragen auf. Um einen reibungslosen Ablauf und eine fristgerechte Anbindung zu gewährleisten, muss in der Regel vor der Installation des Konnektors ein TI-Ready Check durch den Konnektor-Installationsbetrieb durchgeführt werden, bei dem alle technischen Gegebenheiten für die Anbindung überprüft und dokumentiert werden. Im Nachgang wird zusammen mit dem Installationsbetrieb und der Praxis entschieden, welche Maßnahmen noch getroffen werden müssen.

Nach aktuellem Stand endet die Frist für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur am 31. Dezember 2018. Ärzte und Verbände sprechen sich für eine Verlängerung der Frist aus, da viele Praxen noch nicht angebunden sind und es wenige Anbieter gibt. Die Umsetzung sollte zeitnah starten, denn die Anbindung muss noch bei rund 170.000 Einrichtungen vorgenommen werden. Insgesamt stehen bundesweit etwa 800 IT-Spezialisten für die Inbetriebnahme bis zum Jahresende zur Verfügung. Durch die zu erwartende hohe Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte kann es zu Engpässen bei der Installation kommen.

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