Politik

Kalenderwoche 37/2018

Kurzmeldungen 10. bis 16. September

Bestnote für Zahnmedizin Uni Freiburg

Das Shanghai-Ranking ist ein weltweites Hochschulranking, das jedes Jahr ermittelt wird. Entscheidend sind verschiedene Parameter wie Häufigkeit der zitierten Forscher der Uni, Nobelpreise, Größe der akademischen Einrichtung und Leistungsfähigkeit des Personals. Im Fach Zahnmedizin kommt in Deutschland die Uni Freiburg auf den Spitzenplatz gefolgt von der Berliner Charité, FU und Humboldt-Uni. Die LMU München schafft es immerhin auch noch in die weltweiten Top-Hundert der zahnmedizinischen Fakultäten. Die us-amerikanische University of Michigan-Ann Arbor liegt auf dem absoluten Platz eins aller Universitäten. Beste europäische Uni ist das King's College London auf Platz fünf.

Zahnärztetag MV

430 Zahnärzte und 250 Zahnmedizinische Fachangestellte bildeten sich in Rostock-Warnemünde fort. Hauptthema des 27. Zahnärztetages der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern war die Digitalisierung in der Zahnmedizin. Der Kongress nahm eine Standortbestimmung von zahlreichen Innovationen in Diagnostik und Therapie in der Zahnmedizin vor und zeigte neue digitale Entwicklungen auf. Insbesondere im Bereich des Zahnersatzes gibt es einen deutlichen Trend hin zu computergestützten Verfahren. Aber auch bei der Diagnostik und Simulation von Ergebnissen der Behandlung ist die Digitalisierung eine wertvolle Hilfe. Die Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern machte darauf aufmerksam, dass bei allem technischen Fortschritt stets die Patienteninteressen im Blick bleiben müssen. Die Datensicherheit sei jederzeit zu gewährleisten.

Finanzierung für die TI der Krankenhäuser

Der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben sich auf eine Finanzierungsvereinbarung für die Ausstattungs- und Betriebskosten im Rahmen der Einführung und des Betriebs der Telematikinfrastruktur ab Oktober 2018 geeinigt. Es wurden Pauschalen festgelegt, die eine Ausstattung der Krankenhäuser mit Kartenterminals, Konnektoren und den notwendigen digitalen Zertifikaten abdecken. Ebenfalls über die Pauschalen abgedeckt sind die mit dem Anschluss an die TI einhergehenden Anpassungen der Infrastrukturen, der Software und der Betriebskonzepte. Dafür stellt die GKV über 400 Millionen Euro zur Verfügung. Ebenfalls wurden Pauschalen für die jährlichen Betriebskosten festgelegt, die bei ca. 18 Millionen Euro liegen werden.

Die für die ambulante ärztliche Versorgung derzeit noch im Gesetz stehenden Sanktionen für den Fall, dass nicht bis zum 31. Dezember 2018 die Betriebsbereitschaft hergestellt ist, müssen für die Krankenhäuser aufgehoben werden, da die Industrie die technischen Komponenten noch nicht zur Verfügung stellen konnte. Objektive Unmöglichkeiten dürfen nicht bestraft werden.

BKK unterstützt Morbi-RSA-Reform

Nach den aktuellen Finanzdaten des BMG wüchsen die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen, so die BKK. Allerdings verteilten sich diese stark unterschiedlich, weil eine Kassenart übermäßig vom morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) profitiere. Der BKK Landesverband Bayern bestärkt den Bundesgesundheitsminister, die Reform des Morbi-RSA zügig anzugehen. Gleichzeitig appelliert der BKK-Verband an die politisch Verantwortlichen, zu verhindern, dass die jetzigen Profiteure des Morbi-RSA ihre Überschüsse ungehindert in Mitgliederakquise investierten. Infolge bestehender Wettbewerbsverzerrungen im Morbi-RSA seien deutliche Wanderungsbewegungen der Versicherten zu verzeichnen. Für die GKV sei dies insgesamt eine bedrohliche Situation, wenn der Wettbewerb weiter erodiere. In sieben von sechzehn Bundesländern überschritten die Ortskrankenkassen bereits jetzt die Schwelle von einem Drittel Markanteil.