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KI-Übersetzungstool für barrierefreie Gesundheitskommunikation


Komplexe medizinische Inhalte in leicht verständlicher Form


Das Land Niedersachsen unterstützt ab Mai 2024 eine wegweisende Forschungskooperation der Forschungsstelle „Leichte Sprache“ an der Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit der Wort-und-Bild-Verlagsgruppe (unter anderem Apotheken Umschau) und dem deutschen KI-Unternehmen Summ AI. Das gemeinsame Ziel: Verständliche Gesundheitsinformationen für alle zugänglich machen mittels eines KI-gestützten Übersetzungstools in Einfacher Sprache.

120.000 Euro finanzielle Unterstützung

Wissen über die eigene Gesundheit ermöglicht den Menschen ein gesünderes, zufriedeneres und längeres Leben. Der Gemeinschaft nutzt eine hohe Gesundheitskompetenz der Bevölkerung insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Soziales. 

In diesem Sinne unterstützt das Land Niedersachsen ab Mai 2024 im Rahmen seines Förderprogramms „Zukunftsdiskurse“ mit rund 120.000 Euro ein neues Forschungsprojekt: Für einen direkten gesellschaftlichen Nutzen und einen praxisnahen Wissenstransfer wird das Projekt „KI-GesKom“ (KI-gestützte Gesundheitskommunikation in Einfacher Sprache) der Forschungsstelle „Leichte Sprache“ an der Universität Hildesheim in Kooperation mit der Wort-und-Bild-Verlagsgruppe, vertreten durch das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau, und dem Startup-Unternehmen Summ AI umgesetzt.

Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Technik

Die drei starken Partner wollen wissenschaftlich fundierte, technisch ausgereifte und praxistaugliche Maßstäbe in der KI-gestützten Gesundheitskommunikation setzen: Gemeinsames Ziel ist es, KI-generierte Texte in Einfacher Sprache wissenschaftlich zu prüfen und damit Standards für die Erstellung von barrierefreien Angeboten mittels KI zu setzen. 

Das KI-gestützte Übersetzungstool wird von Summ AI zur Verfügung gestellt: Es soll komplexe medizinische und pharmazeutische Inhalte in eine besonders leicht verständliche Form der Einfachen Sprache (Sprachniveau: „Leichte Sprache Plus“) übersetzen können und so Informationen für Menschen mit Kommunikationseinschränkungen und Verständnisschwierigkeiten maximal verständlich machen.
 

Visual Sprache

Einfache Sprache als Instrument zur Gesundheitsförderung

Sergio Hernández Garrido, Geschäftsführer der Forschungsstelle „Leichte Sprache“ erklärt: „Das Projekt ´KI-GesKom` nimmt an der aktuellen gesellschaftlichen Debatte zur Nutzung von KI bei der Erstellung von barrierefreien Angeboten teil. Sind Texte im Gesundheitswesen zu schwer, werden sie von ihren Zielgruppen nicht verstanden, was beträchtliche Folgen haben kann.

Deswegen sind Texte in Einfacher Sprache in der Gesundheitskommunikation für viele Menschen wichtig. Durch die Anwendung von KI kann die Textproduktion effizienter gestaltet werden. Damit aber die daraus resultierenden Texte tatsächlich zugänglich und funktional sind, müssen die Arbeitsprozesse und ihre Ergebnisse wissenschaftlich geprüft werden.

Somit ist ´KI-GesKom` ein zukunftsweisendes Projekt, auch im Hinblick auf den Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz, in dem Einfache Sprache als Instrument für die Gesundheitsförderung angegeben wird. Wir freuen uns auf die Förderung und auf die Zusammenarbeit. Wir sind davon überzeugt, dass viele Expert:innen und Zielgruppen der Barrierefreien Kommunikation von den Forschungsergebnissen profitieren können.“

Erfahrung und Praxisnähe

Seit 2014 gibt es die Forschungsstelle „Leichte Sprache“ am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Sie wird von Prof. Dr. Christiane Maaß geleitet. Erklärtes Ziel ist es, einen Beitrag zur Erforschung und Etablierung der Leichten Sprache und weiterer verständlichkeitsoptimierter Varianten des Deutschen zu leisten und die damit verbundene Textpraxis zu professionalisieren.

Dr. Dennis Ballwieser, Geschäftsführer der Wort-und-Bild-Verlagsgruppe und Chefredakteur der Apotheken Umschau sagt: „Die Kernkompetenz unseres Verlags ist die laienverständliche Vermittlung komplexer medizinischer Zusammenhänge. Diesen ´menschlichen Goldstandard`, unsere Erfahrung und unsere Praxisnähe wollen wir in dieses Projekt einbringen. Denn wir sehen einen riesigen Bedarf an solch einfach verständlichen, lebenswichtigen Informationen.

KI birgt hier eine große Chance, die es verantwortungsvoll einzusetzen gilt: Anhand quantitativer und qualitativer Studien wollen wir deshalb die Vor- und Nachteile von KI in der Gesundheitskommunikation untersuchen und klären, wie sich KI auf diesem sensiblen Feld am besten einsetzen lässt. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen sich möglichst barrierefrei über medizinische Themen informieren können.“


Weitere Infos auf der Website der Stiftung Universität Hildesheim