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Odontathon 2020

Der Hackathon für Zahnärzte

Healthcare Futurists und BFS health finance laden ein: Im März 2020 können Zahnärztinnen und Zahnärzte die Zukunft der Dentalbranche auf dem ersten Odontathon mitgestalten.
BFS health finance

Healthcare Futurists und BFS health finance laden ein: Im März 2020 können Zahnärztinnen und Zahnärzte die Zukunft der Dentalbranche auf dem ersten Odontathon mitgestalten.

Berlin, 13. bis 15. März 2020: Bald startet der erste Hackathon der dentalen Welt in Deutschland. Noch sind plätze frei.

Ein Hackathon? Was ist das? In unserem Interview beantwortet Dr. Tobias Gantner, Gründer der HealthCare Futurists, die wichtigsten Fragen zum Event und zur Zukunft der Zahnmedizin – kurz und knackig im Video oder hier Longread.

BFS

Dr. Tobias Gantner zum Odontathon 2020

Herr Dr. Gantner, stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Fahrstuhl voller Zahnärzte. Wie überzeugen Sie diese, am ersten Hackathon der deutschen Dentalwelt, dem Odontathon, teilzunehmen?

Dr. Tobias Gantner: Ich sage ihnen, dass sie eine großartige Gelegenheit haben werden, über den Zahnarztstuhl hinaus zu schauen und zu lernen, wie sie selbst die digitale Transformation mitgestalten können. Sie können einem Detsply Sirona und Audi dabei zusehen, wie ein ganz neuer Zahnarztstuhl entsteht, ihre Erfahrungen einbringen und dabei mit den Entwicklern aus beiden Industrien auf Tuchfühlung gehen. Sie lernen agile Methoden kennen, um Herausforderungen in kürzester Zeit zu lösen und zusammen mit Digitalexperten die Zukunft der Zahnmedizin mit zu gestalten. Es werden 48 Stunden voll interessanter Gespräche, inspirierender persönlicher Kontakte mit Menschen, die auch über die Zahnmedizin hinaus etwas zu sagen haben und von denen man lernen kann, wie man Innovation gestaltet. Wer schon immer mal Startup Feeling spüren wollte, ohne seinen Zahnarztkittel an den Nagel hängen zu wollen, ist hier richtig. Wer sehen will, wie Innovation entsteht und Ideen Dates miteinander haben, der sollte kommen und wer die Nase voll hat von Frontalbeschallung in Hochglanzveranstaltungen, sondern selbst mal die Ärmel hochkrempeln will, ist bei uns genau richtig.

Wer sollte teilnehmen? Was soll es bringen? Wie werden Probleme gelöst?

Gantner: Jeder, der ein professionelles Interesse an der Zahnmedizin hat kann teilnehmen. Mitzubringen ist Neugierde und der Wille, etwas zu verändern und sich über ein Wochenende mal richtig ins Zeug legen will und keine Angst davor hat, zu endecken, dass es noch immer Spaß machen kann, mit den richtigen Leuten, die man vorher gar nicht kannte auch nachts um zwei tolle Ideen zu entwicklen. Leute, die sich nicht mit Powerpoint zufrieden geben, sondern so lange voranpushen, bis sie einen Prototypen haben.

Was ist der Nutzen des Hackathons für die Zahnärzteschaft?

Gantner: Mal andere Methoden kennen zu lernen und Werkzeuge an die Hand zu bekommen, eigene digitale Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Ideen, die Relevanz haben im klinischen Alltag. Und wir garantieren, dass  Sie dort Menschen treffen werden, die Sie faszinierend finden werden und die die Art und Weise, wie Sie denken, grundlegend verändern wird.

Einige Challenges sind schon bekannt. Wir sind ziemlich neugierig. Können Sie uns schon etwas dazu verraten?

Gantner: Verbindliche Praxistermine, Praxisnachfolge, Clean to go, Onboarding für Personal, Langfristige Bindung des Personals, Präventivmaßnahmen, Mobile Zahnreinigung sind mögliche Challenges, aber es können auch spontan ganz andere Ansätze entstehen.

Die Healthcare Futurists haben schon einige Hackathons im Gesundheitsbereich durchgeführt. Lässt sich die kreative Atmosphäre beschreiben?

Gantner: Es ist eine unheimlich intensive und kreative Stimmung. Die Leute, die in den Teams zusammenarbeiten kennen sich für gewöhnlich zuvor nicht. Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen und haben unterschiedliche Vorkenntnisse und Erwartungen. Das ist das Salz in der Suppe. Wir bringen Leute zusammen, die so nie zusammengearbeitet hätten und die sich auf ein Thema eingestellt haben. Sie wissen, dass sie 48 Stunden haben, um ein Ergebnis zu produzieren, das sie nachher einer Jury vorstellen müssen. Und sie wissen, dass sie mit den anderen Gruppen im Wettbewerb sind. Wir unterstützen die Teams mit Coaches, mit Programmieren, mit Zeichnern. Alles, was man braucht, um ein tolles Ergebnis innerhalb kürzester Zeit zu erzielen.

Und welches waren für Sie die beeindruckendsten Ergebnisse?

Gantner: Wir haben schon mehrere Firmengründungen der Teilnehmer aus Hackathons, wie beispielsweise ein Startup, das gerade im Bereich des BGM recht erfolgreich ist und wir haben Patientenorganisationen dabei geholfen weitere Schritte in der Digitalisierung selbst zu unternehmen und auf Madagaskar fährt ein mobiles Labor, das auf unserem größten Hackathon in Köln konzipiert wurde. Immer wieder bekommen wir Nachrichten von ehemaligen Teilnehmern, die in ihren Teams noch immer Kontakt haben und mittlerweile ganz andere Themen gemeinsam bearbeiten.

BFS und die Healthcare Futurists zeigen sich mit dem Odontathon als digitale Innovationstreiber. Herr Dr. Gantner, was ist Ihre Idee von Gesundheit, von der Zukunft der Zahnmedizin?

Gantner: Der Patient, Kunde, Klient wird immer mehr ins Zentrum der Dienstleistung rücken. Patienten werden immer mehr nahtlose Abläufe gewöhnt und denken in Services. Das kommt aufgrund der digitalen Angebote aus anderen Verticals. Diese Industriezweige dringen aber auch für sich selbst weiter in die Medizin ein. Wir haben im Odontathon beispielsweise Dentsply Sirona und Audi zusammen gebracht um gewissermaßen life ein neues Produkt gemeinsam zu entwicklen. Das das ist die neue Definition von Innovation, Kooperation, Coopetition. Es sind spannende Zeiten, in denen wir leben und es sind vor allem Zeiten, in denen verschiedene Fachbereiche enger zusammen rücken und man mehr Kompetenz benötigt als das, worüber man im Studium gelernt hat. Somit wird die Zukunft viel interdisziplinärer und viel mehr von Erwartungen der Kunden geprägt sein, die wiederum ihre Erwartungen aus der digitalen Welt ableiten. Ein Hackathon kann eine sehr gute Vorbereitung sein, in dieses Denken einzuführen.

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