Praxis

Kommunikation für den Praxiserfolg

Der DPU-Studiengang Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit

Studierende
methaphum - adobe.stock

Dr. med. dent. Andreas Bachmann studierte Zahnmedizin in Göttingen, war Marketingleiter bei Ivoclar Vivadent, PR-Berater und Director Dental bei der Frankfurter Werbeagentur WEFRA, hat viele Jahre in der „LA-Dent“ an Medienstudien gearbeitet – er kennt den Handlungsbedarf von Zahnärzten und Zahntechnikern wie kaum ein anderer. Darüber hinaus gestaltete er von Beginn an den Studiengang „Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit“ an der Danube Private University (DPU) in Krems (Österreich). Seit Jahresbeginn ist er Inhaber seiner eigenen Marketing- und Kommunikationsagentur AB.JETZT. Die dzw sprach mit ihm über die Hintergründe seines Engagements an der DPU.

Herr Dr. Bachmann, in den vergangenen Monaten haben wir in der dzw eine außergewöhnliche und viel beachtete Artikelserie präsentiert, die auf Bachelorarbeiten Ihrer Studenten basiert. Überrascht Sie das Echo?

Dr. med. dent. Andreas Bachmann: Dass dieser Ansatz meinen Studenten gefällt, hat mich natürlich nicht überrascht. Das extrem positive Echo Ihrer Leser habe ich in dieser Dimension nicht erwartet. Umso mehr freut es meine DPU-Studenten – alles angehende Zahnärzte – und mich.

Steht Praxisnähe im DPU-Lastenheft des Studiengangs „Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit“?

AB: Ja. An der DPU bekommen die Studenten eine Top-Zahnarztausbildung. Im Studiengang Medizinjournalismus erfahren sie parallel, wie wichtig neben fachlichem Können künftig Kommunikation für den Praxiserfolg ist. Wie die Zahnarztpraxis durch Kommunikation die Bedürfnisse der Patienten besser befriedigen kann und wie sich die Praxis durch Kommunikation klarer von Wettbewerbern abgrenzen kann. Dabei entwickeln meine Studenten nicht nur Kommunikationsstrategien, sondern lernen auch das nötige „Handwerkszeug“ kennen und anwenden. Die Artikelserie ist ein klassisches Beispiel für konkrete Arbeiten.

… und deshalb hatten die Bachelorarbeiten auch diesen hohen Aktualitätsgrad und Praxisbezug?

AB: Der Studiengang Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit lebt von tagesaktuellen Ereignissen, dem Blick hinter die Kulissen und dem Aufdecken von „Zufälligkeiten“. Meine Studenten lernen, Kampagnenmechanismen zu identifizieren, selbst Kampagnen zu entwickeln und journalistisch zu arbeiten. Die Themenauswahl der Bachelorarbeiten beweist das. Die Ergebnisse und Ausarbeitungen sind für jeden Zahnarzt wertvoll – das hat ja auch die dzw erkannt und wertschätzt die Arbeit der Studenten mit dieser Artikelserie.

Welche Themenschwerpunkte hat der Studiengang noch – außer Kampagnenentwicklung und ­journalistischer Tätigkeit?

AB: Die Studenten lernen zunächst die Basics, zum Beispiel recherchieren, konzipieren, schreiben. Sie lernen zu informieren, zu berichten und zu begeistern. Sie lernen den Umgang mit News – und selbstverständlich auch mit Fake News –, mit Kampagnen und Shitstorms. Sie arbeiten analog und digital, entwickeln Broschüren, Praxis-Homepages und Maßnahmen zur internen Kommunikation. Sie lernen, sich gegen unseriöse Portale zu wehren und faire Bewertungen zu erhalten.

Und, in diesem Zusammenhang auch ganz wichtig: Sie erarbeiten kommunikative Sicherungssysteme, um im Ernstfall mit einer perfekten Krisenkommunikation reagieren zu können.

Herr Dr. Bachmann, sie haben selbst Zahnmedizin studiert und sind Marketingexperte im Dentalmarkt. Wie oft gelingt es den Studenten, das Erlernte in ihrem eignen zahnärztlichen Berufsalltag einzusetzen?

AB: Viele meiner Studenten sind regelmäßig für verschiedene Fachredaktionen tätig, einige sind in Beratergremien der Industrie tätig und auch gern gesehene Gäste bei Roundtable-Gesprächen. Wer dentale Fachmedien nutzt, stößt immer wieder auf Autoren aus dem Kreis meiner Studenten. Und einige von ihnen sind jetzt auch im ersten Masterstudiengang Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit dabei.

Lieber Herr Dr. Bachmann, vielen Dank für das Gespräch.