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29. Oktober 2018

Kurzmeldungen KW 44/2018

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Pflege 4.0: Bitkom-Umfrage zum Robotereinsatz in der Pflege

Die Menschen in Deutschland gehen davon aus, dass Pflegeroboter künftig weit verbreitet sein werden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Mehr als die Hälfte aller Befragten (57 Prozent) glaubt, dass das Pflegepersonal in zehn Jahren bei schwerer körperlicher Arbeit technisch unterstützt wird, zum Beispiel durch Roboterarme oder Exoskelette. 45 Prozent meinen, dass im Jahr 2028 der Einsatz von Service-Robotern, etwa zur Zubereitung oder zum Servieren von Essen, sehr weit beziehungsweise weit verbreitet sein wird. Eher skeptisch sehen die Befragten den Einsatz von Kuschel-Robotern, die Emotionen zeigen und Pflegebedürftige auch unterhalten können. Deren weite Verbreitung in zehn Jahren sehen lediglich knapp drei von zehn Befragten (28 Prozent) als wahrscheinlich an.

Walmart: Patent für einen biometrischen Einkaufswagen eingereicht

Medienberichten zufolge hat die US-Handelskette Walmart ein Patent für eine Technologie eingereicht, mit der die Gesundheit seiner Kunden überwacht werden kann. Über Sensoren am Einkaufswagen sollen Puls, Blutdruck und Körpertemperatur des Kunden gemessen werden. Im Notfall könnten Mitarbeiter schnell eingreifen und beispielsweise erste Hilfe leisten. Das Vorhaben ist jedoch umstritten, denn mit derartigen Sensoren ließen sich auch das Kaufverhalten und die Interessen der Kunden analysieren. Man könnte unter anderem Bewegungsprofile innerhalb eines Supermarkts erstellen und über die Pulsaufzeichnung Rückschlüsse auf Emotionen und Vorlieben der Kunden ziehen.

Christie‘s: Gemälde einer künstlichen Intelligenz erstmals versteigert

Das Auktionshaus Christie‘s hat zum ersten Mal ein Kunstwerk versteigert, das von einem künstlichen neuronalen Netzwerk geschaffen wurde. Das Gemälde „Edmond de Belamy“ erzielte bei der Aktion in New York umgerechnet rund 380.000 Euro. Der verschwommene Druck zeigt einen Mann in dunkler Kutte mit weißem Kragen, der an einen französischen Geistlichen im 17. oder 18. Jahrhundert erinnert. Grundlage für das Gemälde war ein Datensatz aus 15.000 echten Porträts, die zwischen dem 14. und 20. Jahrhundert entstanden. Auf dessen Basis erzeugte der Algorithmus „min G max D Ex[log(D(x))]+Ez[log(1-D(G(z)))]“ so lange Bilder, bis ein konkurrierender Teil des Algorithmus eines davon für ein vom Menschen geschaffenes hielt.

Call for Papers: „Digitalisierung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialsektor“

Digitale Technologien halten zunehmend auch im Gesundheits- und Sozialsektor Einzug. Wo entstehen neue Berufe oder wie verändern sich bestehende Berufe des Gesundheits- und Sozialwesens? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Tagung, die am 21. und 22. Mai 2019 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen vom Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule Gelsenkirchen), Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen und dem Netzwerk Arbeitsforschung NRW veranstaltet wird. Bis zum 15. Januar 2019 besteht die Möglichkeit, Abstracts einzureichen. Die „Digitalisierung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialsektor“ soll insbesondere für die Handlungsfelder Stationäre und ambulante Altenhilfe, Stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung, Frühe Bildung und Kinderbetreuung, Inklusion und Rehabilitation und Soziale Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen untersucht werden. Call for Papers finden Interessenten hier.

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